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FREI-WILL-ICH

Was unterscheidet das Ehrenamt von der Freiwilligenarbeit? Ein Kommentar von Volkshilfe Präsident Josef Weidenholzer

Wien, 23.07.2014

Seit einiger Zeit gibt es eine angeregte Diskussion in der Volkshilfe, die auch schon bei manchen zu Verwirrung geführt hat: Soll das denn nun die Volkshilfe Freiwilligenmesse oder die Volkshilfe Ehrenamtsmesse sein, die am 31. Oktober 2014 in Krems stattfindet? Was wird bei der Freiwilligenmesse 2014 anders sein als bei der Ehrenamtsmesse 2011? Ist es nur der Name oder steckt da noch mehr dahinter?

Laut Duden ist das Ehrenamt ein „[ehrenvolles] (besonders öffentliches) Amt, das überwiegend unentgeltlich ausgeübt wird“. Schlägt man das Wort Freiwilligenarbeit nach, so bekommt man folgende Antwort: Freiwilligenarbeit ist „von freiwilligen Helfern ausgeführte Arbeit für das Gemeinwohl“.

Im österreichischen Sprachgebrauch hat sich das Wort Ehrenamt für alle Formen von unentgeltlicher Tätigkeit, die nicht aus einem beruflichen Hintergrund ausgeübt wird, eingebürgert. Als Ehrenamtliche bezeichnen sich im Alltag fast alle rund 3.000 Menschen, die in der Volkshilfe unentgeltlich mitarbeiten. Dies geschieht österreichweit in über 30 Projekten. Dazu gehört eine breite Vielfalt an Tätigkeiten, von den Funktionär/innen, die in den Volkshilfe Bezirksorganisationen zusammenkommen, Menschen, die eigene Freiwilligenprojekte initiieren und durchführen bis zu jenen, die von bestehenden Ehrenamtsprojekten gehört haben und aktiv in der Volkshilfe mitmachen wollen.

Besonders jüngere Menschen sprechen heutzutage oft von Freiwilligenprojekten und meinen damit eigenständige Projekte, die dem Gemeinwohl dienen und die den Werten und Statuten der Volkshilfe entsprechen. Andere wiederum engagieren sich in der Volkshilfe, indem sie tatsächlich „Ämter“ übernehmen und damit den Verein und seinen Bestand stärken und fördern. Zusammenfassend bleib zu sagen – ehrenvoll ist es allemal, wenn man freiwillig seine Freizeit dafür nützt, anderen zu helfen, zu unterstützen und gemeinsam Zeit zu verbringen.

Die Diskussion um die Bezeichnungen Ehrenamtlich und Freiwillig ist aber auch ein Richtungszeig, dass sich auch in unseren Ehrenamtsstrukturen neben der langjährigen Tradition der Volkshilfe auch vieles immer wieder erneuert und verändert. Neue Projekte entstehen oder bestehende werden umgestaltet und in anderen Regionen ausprobiert. Indem Menschen miteinander reden und sich austauschen entsteht Neues und Innovatives. Bei der Freiwilligenmesse der Volkshilfe am 31. Oktober 2014 in Krems gibt es heuer nun wieder die Möglichkeit, genau dies zu tun: Mitzudiskutieren und sich auszutauschen

P.S.: Wer keine Zeit hat, die Volkshilfe Freiwillgenmesse zu besuchen, kann sich ab Herbst auch auf der brandneuen Volkshilfe Freiwilligenbörse über bestehende Projekte in der nahen Umgebung informieren.

Bild: Moritz Wustinger

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