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Das war die Volkshilfe Bundeskonferenz!

Volkshilfe Bundeskonferenz stellt Weichen für die Zukunft!

Wien, 29.05.2015

Die Volkshilfe Österreich hat heute in Wien ihre Bundeskonferenz abgehalten. Dabei wurde Barbara Gross einstimmig als Präsidentin der Volkshilfe Österreich gewählt und Univ.-Prof. Dr. Josef Weidenholzer nach einer 24-jährigen Amtsperiode mit standing ovations verabschiedet.

Josef Weidenholzer verabschiedete sich mit den Worten: „Ich freue mich, dass wir heute gemeinsam auf eine lange Zeit, mit vielen Höhepunkten und Erfolgen zurückblicken dürfen. Mein Ziel war es, stets das Gesamtinteresse im Auge zu behalten und nahe am Menschen zu sein. Außerdem war es mir wichtig, dass die Dienstleistungen professionalisiert werden. Ich denke, das ist gut gelungen und ich wünsche der Organisation und allen ehren- und hauptamtlichen MitarbeiterInnen auch weiterhin alles Gute“.

Die neu gewählte Präsidentin, Barbara Gross, bedankte sich für das Vertrauen der Delegierten und berichtete von ihren Zielen und Visionen im Rahmen ihrer neuen Aufgabe: „Mir ist es wichtig, dass ehrenamtliches Engagement möglichst gute Rahmenbedingungen vorfindet und Freiwilligenarbeit als Herz einer funktionierenden Gesellschaft stärkere Anerkennung findet. Außerdem ist es mir ein Anliegen, dass Pflege- und Betreuungsbedürftigkeit in einem der reichsten Länder der Welt kein individuelles Risiko mehr darstellt. Nicht zuletzt werde ich dafür eintreten, den sozialen Mehrwert gemeinnütziger Dienstleistungen wo immer es mir möglich ist, hervorzuheben. Ich freue mich auf die Zusammenarbeit in den nächsten vier Jahren, und bedanke mich herzlich bei Josef Weidenholzer, der mit seinem Wissen, seinem Engagement und seiner Menschlichkeit die Volkshilfe in den vergangenen Jahrzehnten geprägt hat.“ Gross ist bereits seit 1994 ehrenamtliche Präsidentin der Volkshilfe Steiermark sowie ehrenamtliche Vizepräsidentin der Volkshilfe Österreich. Außerdem ist sie seit 2001 – ebenfalls auf ehrenamtlicher Basis – Aufsichtsrat-Vorsitzende der Volkshilfe Steiermark Dienstleistungs Ges.m.b.H.

Erich Fenninger, der Bundesgeschäftsführer der Volkshilfe, stellte in seinem Rückblick die Meilensteine der erfolgreichen Arbeit in den vergangenen vier Jahren vor, betonte aber, dass sich die Volkshilfe nicht auf ihren Lorbeeren ausruhen würde: „Solange es einen hohen Sockel an Armutsbetroffenen in unserem Land gibt und Vermögen und Besitz derart ungleich verteilt sind, werden wir uns weiterhin mit aller Kraft für die Rechte und Anliegen benachteiligter Gruppen einsetzen, ihnen in schwierigen Situationen zur Seite stehen, sie stärken und ihnen eine Stimme geben. Armut reduziert aber vor allem auch die Zukunftschancen unserer Kinder. Aufgrund dessen bleibt die vorgenommene Weichenstellung im Bereich der Kinderarmut, in dem bereits enorm viel bewegt wurde, auch weiterhin der Schwerpunkt unserer Arbeit“, erklärt Fenninger.

Bundeskanzler Werner Faymann hob hervor: Gäbe es die Volkshilfe nicht, müsste man sie erfinden. Danke an Josef Weidenholzer für sein unermüdliches Engagement innerhalb der Organisation und weiterhin alles Gute im Einsatz für Europa, gegen die Macht der Konzerne, für Gerechtigkeit. Barbara Gross wünsche ich viel Erfolg. Ihr Wissen, ihr Gefühl und ihre Erfahrung lässt mich einer sehr erfolgreichen Zukunft der Volkshilfe entgegenblicken.

Sozialminister Rudolf Hundstorfer betonte, dass die Volkshilfe seit jeher eine unverzichtbare Partnerin ist, wenn es darum geht, sozial Benachteiligten zu helfen: „24 Jahre fungierte Joe Weidenholzer als Präsident der Volkshilfe. Der Erhalt des sozialen Friedens und die Interessen von sozial Benachteiligten stand dabei immer im Mittelpunkt seiner Arbeit, dadurch war und ist Joe Weidenholzer ein verlässlicher Partner im Kampf gegen soziale Ungerechtigkeit. Der neu gewählten Präsidentin, Barbara Gross, wünsche ich viel Erfolg und freue mich auf eine gute Zusammenarbeit“, sagt der Sozialminister.

Der Bundesgeschäftsführer bedankte sich außerdem für das langjährige Engagement von Weidenholzer: „In die lange Präsidentschaft von Josef Weidenholzer fiel die Entwicklung der Volkshilfe zu der großen Sozialorganisation, die sie heute ist. Die Verbindung zwischen seinem enormen theoretischen Wissen über sozialstaatliche Systeme und dem praktischen Tun machte ihn über all die Jahre zu einem Ermöglicher mit großer Tatkraft. Im Namen der Vorsitzenden und GeschäftsführerInnen der Volkshilfe Landesorganisationen und der MitarbeiterInnen der Bundesgeschäftsstelle bedanke ich mich sehr herzlich für seinen unermüdlichen ehrenamtlichen Einsatz“, sagt Fenninger.

Im Rahmen der Bundeskonferenz wurden außerdem Resolutionen sowie die Änderung der Vereinsstatuten beschlossen. Zum einen wurde die inhaltliche Fokussierung auf das Thema Kinderarmut im Zuge einer Resolution verabschiedet, zum anderen wurde nach Abschluss des Markenprozesses der Markenkern „Benachteiligungen beseitigen, Erfolge ermöglichen“ beschlossen. Aufgrund der enormen Entwicklung der Volkshilfe Österreich wurden die Satzungen dem Fortschritt der Organisation angepasst. Die Anpassungen beziehen sich neben einer präziseren Formulierung und klareren Strukturierung vor allem auf die genauen Definitionen der Aufgaben des Bundesvorstandes und des Bundesgeschäftsführers. Zusätzlich wird das Organ der Bundesgeschäftsführung von nun an die Funktionsbezeichnung des Direktors führen.

In den Bundesvorstand gewählt wurden neben Präsidentin Barbara Gross auch Wolfgang Messner, der die Volkshilfe Steiermark als Mitglied im Bundesvorstand der Volkshilfe Österreich vertritt und Walter Hinterhölzl, der die Volkshilfe Tirol als Mitglied im Bundesvorstand vertritt. Ewald Wiedenbauer folgt Dieter Antoni als kärntnerisches Vorstandsmitglied im Bundesvorstand. Verdiente Mitglieder und Funktionäre wurden außerdem im Rahmen der Bundeskonferenz mit der Afritsch-Plakette, der höchsten Auszeichnung der Volkshilfe, geehrt.

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