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Volkshilfe will Kinder stärken!

Projekt zeigt auf, wie armutsgefährdete Kinder in ihrer Entwicklung gefördert werden können

Wien, 16.12.2015

Von 2014 bis 2015 realisierte die Volkshilfe Österreich das Projekt „Kinder stärken – Zur Stärkung der Resilienz von benachteiligten Kindern“, das vom Hauptverband für Sozialversicherungsträger gefördert wurde. Erich Fenninger, Direktor der Volkshilfe Österreich meint zur Motivation für ein derartiges Projekt: „Schon seit ihrer Gründung 1947 arbeitet die Volkshilfe im Bereich Kinder- und Jugendwohl. Engagement gegen Kinderarmut bedeutet, sich nicht mit dem Aufzeigen des Problems zufrieden zu geben, sondern unmissverständlich für betroffene Kinder Stellung zu nehmen und sie entlang einer Strategie von Theorie und Praxis aus der Armut herauszuführen. Das Projekt ‚Kinder stärken‘, das durch den Hauptverband der österreichischen Sozialversicherungsträger finanziell unterstützt wurde, trägt diesem Ziel Rechnung“.

Das Projekt wurde in mehreren Schritten durchgeführt, erklärt die Projektleiterin Manuela Wade: „Das Projekt verfolgte das Ziel, Kinder und Jugendliche mit Armuts- und Ausgrenzungserfahrungen in ihrer Entwicklung zu stärken und zu fördern. Es ging, neben der Durchführung von Sensibilisierungsworkshops an Schulen, auch um die Initiierung einer Fachdiskussion zum Thema Resilienzförderung bei armutsbetroffenen und ausgrenzungsgefährdeten Kindern in Österreich. Zentral war uns der Praxisbezug“.

Als Projektabschluss wurde daher ein Handbuch mit theoretischen Konzepten und Übungsteilen zum Thema „Kinder stärken“ erstellt. Dieses soll vor allem jenen Personen dienen, die in ihrem Arbeitsalltag direkt mit Kindern und Jugendlichen zu tun haben und bietet konkrete Hinweise und Vorschläge, wie z.B. mit Spielen oder Übungen das Selbstwertgefühl von Kindern und Jugendlichen gestärkt werden kann.

Fenninger fordert „Jedem Kind alle Chancen“
„Ausgrenzung benachteiligt, behindert und verletzt, sie tut Kindern weh. Sie schränkt ihre Möglichkeit ein, zu erfahren, zu lernen und sich zu entwickeln“, sagt Fenninger. Ihre belastete Lebenssituation führe häufig – unmittelbar oder zeitlich verzögert – zu psychischen und gesundheitlichen Problemen und nähme die Aussicht auf ein gelingendes Leben, so der Direktor. „Ein gleichberechtigtes und freies Leben ohne Benachteiligung und Exklusion ist aber für alle Menschen möglich. Der Zivilgesellschaft fällt die entscheidende Aufgabe zu, politischen Druck auf EntscheidungsträgerInnen zu entwickeln bzw. die Politik selbst in die Hand zu nehmen. Lassen wir kein Kind verloren gehen, bieten wir jedem Kind alle Chancen“, sagt Fenninger abschließend und bietet dazu einige Vorschläge für konkrete Ziele:

  • Verhinderung früher Schädigungen durch Kinderarmutsprävention.
  • Ein integratives und nicht auf Selektion ausgerichtetes Bildungssystem über den gesamten Bildungsweg.
  • Zugänge zu pädagogisch notwendigen Freizeitangeboten für armutsgefährdete Kinder.

Die im Zuge des Projektes durchgeführten ExpertInnengespräche wurden auf Video aufgezeichnet und der Allgemeinheit auf dem YouTube-Kanal der Volkshilfe zur Verfügung gestellt. Auch das Handbuch steht jeder/jedem zum Download zur Verfügung.

Alle Informationen und Links: www.volkshilfe.at/kinderarmut

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